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Gebutsurkunde
Armeniens Hauptstadt heißt Eriwan (engl. Yerevan). Sie wurde schon vor
der Zeitrechnung gegründet. Heute ist sie immerhin 1,4 Millionen Menschen
groß.
Eine Steintafel, die bei Ausgrabungen gefunden wurde, berichtet in Keilschrift vom Bau einer Festung namens Erebuni. Das muß - umgerechnet - 782 v. Chr.
gewesen sein. Lange blieb die Stadt im malerischen Ararat-Tal eine zutiefst
provinzielle dörfliche Siedlung. Noch Ende des 19. Jahrhunderts nannte
ein zaristischer Beamter sie einen "glühenden Lehmofen", weil viele der
Häuser ganz aus Lehm gebaut waren. Das größte Unternehmen der Stadt war
damals eine Kognak-Fabrik. Heute hat Eriwan eine bemerkenswert große Industrie.
Aber auch zahlreiche liebevoll gepflegte Bauten aus alter Zeit. Man nennt
Eriwan oft die "rosa Stadt", denn viele der bedeutenderen Bauten sind
aus dem rosafarbenen Tuffstein gebaut, den man überall in Armenien antrifft.
Zum Stadtbild gehören außerdem viele malerische Springbrunnen, die es
den Eriwanern besonders angetan haben. |
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David-von-Sassun
Wer in den 30er Jahren in Jerewan einfuhr, wunderte sich über das riesige kilometerlange öde Gelände vor der Stadt. Nachdem sich Jerewan nun ausgedehnt hat,
liegt der Bahnhof fast im Zentrum.
In der Mitte des Platzes, den das Kulturhaus der Eisenbahner, ein Filmtheater und Wohnhäuser umgeben, erhebt sich das David-von-Sassun-Denkmal (Bildhauer J. Kotschar).
David, der unerschrockene Beschützer seines Volkes, gleicht den Recken aus alten Volkssagen. 1938 wurde das tausendjährige Jubiläum der Legende von David von Sassun begangen.
Generationen und Jahrhunderte überlebte die Legende von den Taten des David, von seinen ungewöhnlichen Kräften. |
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Restaurant-Café - Aragast
Jerewan hat ein reges Kulturleben in allen Sparten und bietet im Sommer mit seinen vielen Straßencafés südländisches Flair. Außerhalb der Hauptstadt
kann man Touren ins Hochgebirge unternehmen, uralte Kirchen besichtigen, Motorrad fahren... |
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Der Sport- und Konzertkomplex
Auf dem Abhang eines Hügels erhebt sich eines der originellsten Bauwerke Jerewans - der Sport- und Konzertkomplex (er wurde 1984 seiner Bestimmung übergeben).
Seine beiden Säle - der eine mit 5000 Plätzen und der andere mit 1 500 Plätzen - sind durch eine drehbare Tribüne verbunden, so daß hier repräsentative Sportwettbewerbe,
Auftritte beliebiger Künstlerkollektive und Kundgebungen mit vielen Teilnehmern veranstaltet werden können. Beachten Sie die Zugänge zur Anlage - sehr gut ins Relief
eingefügte Treppen, Fontänen und Wasserbecken. Der Entwurf dieses einmaligen Gebäudes stammt von einer Architektengruppe unter der Leitung Korjun Akopjan. |
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Matenadaran
Der Stolz vieler Armenier ist das "Matenadaran", ein Archiv alter Handschriften.
Über 15 000 Manuskripe und handgeschriebene Bücher liegen hier. Sie
betreffen alle Zweige der antiken und mittelalterlichen Wissenschaften wie
der Kultur des Landes - es ist die weltgrößte Sammlung derartiger
Kostbarkeiten. Besonders originell sind die antiken griechischen Texte,
deren Originale längst verloren sind - aber in armenischer Übersetzung
sind sie noch hier.
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